Hinsichtlich des Glücksspiels geht Schleswig-Holstein seit geraumer Zeit seinen eigenen Weg. Bis Juli 2021 waren in keinem anderen Bundesland Glücksspiele über das Internet gestattet. Im selben Monat, nach der Legalisierung von Online-Glücksspielen in ganz Deutschland, beschloss der Bundestag eine Steuer von 5,3 % bei digitalen Automaten und Pokerrunden. Vor wenigen Tagen soll die Regierung des nördlichsten Bundeslandes der Bundesrepublik jedoch einen Gesetzesentwurf zwecks der künftigen finanziellen Regulierung der entsprechenden Anbieter eingereicht haben.

Glücksspiele im Internet sollen gleichgestellt werden

Der festgelegte Steuersatz betrifft allerdings nicht andere Alternativen des virtuellen Glücksspiels, so wurde beispielsweise Online-Roulette von jener steuerlichen Vereinheitlichung nicht berührt. Bei weiteren Sparten ließ die Bundesregierung den Bundesländern eine individuelle Handhabe. Mit der ungleichen Behandlung der verschiedenen Sparten des Glücksspiels soll nun jedoch Schluss sein, zumindest wenn es nach der Regierung von Schleswig-Holstein geht.

Laut des Gesetzesentwurfs sollen Bruttospielerträge von bis zu 340 000 Euro monatlich mit 34 % steuerlich behaftet werden. Bis zu einem Ertrag von 750 000 Euro sollen 39 % fällig werden, Erträge über diese Summe hinaus sollen den Staat eine Besteuerung von 44 % durchsetzen lassen. Kritiker aus der Branche kritisieren die Pläne, da man bis zu 96 % der eingenommenen Einsätze wieder ausschütte. Eine Steuer von über 5 % führe automatisch zu drastischen Verlusten.